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Angewiesen auf reichlich Bandbreite

By 13. Januar 2021Januar 25th, 2021Success Stories

Matthias Wittig aus Stühlingen-Grimmelshofen surft seit Kurzem über schnelle Stiegeler-Glasfaser: „Streamen, Homeoffice und Homeschooling: Datenmengen werden immer größer. Als der Anschluss noch über Mobilfunk lief, wurde das schnell teuer.“

UNSER NETZ: Herr Wittig, welche Bedeutung hat Ihr neuer Glasfaseranschluss für Sie?

Matthias Wittig: Das Internet ist prinzipiell aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ich arbeite als Grenzgänger in einem Schweizer Pharmaunternehmen. Meine Arbeitskollegen sind über die Welt verteilt und der Arbeitsalltag besteht aus Informationsaustausch über virtuelle Video-Teamkonferenzen, Social Media oder E-Mails.

Datenmengen werden immer größer, mein erster PC hatte eine Festplatte von 40 MB. Heute hat jeder vernetzte Kühlschrank mehr Speicher. Notwendige Updates am Computer sind oftmals mehrere 100 MB groß, wenn nicht im Gigabyte-Bereich. Wenn unser Sohn sich ein neues Spiel für seine Playstation wünscht, kommt dieses oftmals nicht mehr mit einer BlueRay DVD zur Installation, sondern die Erwartung ist, dass dieses Spiel via Internet installiert wird. Das sind oftmals 20 GB oder mehr.

Unsere Tochter ist krankheitsbedingt sehr in ihren Möglichkeiten eingeschränkt, sie liebt Hörspiele, Musik und Geschichten. Hier bieten Streamingdienste eine riesige Auswahl für sie, was ich praktischer finde als ständig CDs zu kaufen und zu wechseln.

Haushaltsgeräte, Fernseher, Audioplayer, Handy, usw. sind alle auf das Internet angewiesen. Ich finde nicht alle internetfähigen Funktionen und Angebote immer sinnvoll, aber trotzdem erleichtert es den Alltag und ermöglicht viele Dinge erst.

Wir hatten bei uns vor dem Glasfaseranschluss einen Internetanschluss, der dem Bedarf an Bandbreite im Jahr 2010 angemessen war. Zusätzlich wurde noch nach Datenvolumen abgerechnet, da die zugrundeliegende Technologie ein 3G Mobilfunkanschluss war. Das war manchmal ziemlich teuer.

Heute habe ich eine Bandbreite von 400 MBit/s und keine Probleme mehr, wenn ich von zu Hause videotelefoniere und parallel ein Download der Playstation läuft. Keine stockenden Playlists von meiner Tochter und kein „Spinning Wheel“ beim Streamen von Netflix. Und kein Nachbuchen von Datenvolumen. Was will man mehr?

UNSER NETZ: Welche Rolle hat Corona gespielt?

Matthias Wittig: Die Corona-Pandemie hat bei uns das Leben schlagartig auf zu Hause verlagert. Ich war vier Tage pro Woche bei meinem Arbeitgeber in Basel, nun zu Hause. Mein Sohn und meine Tochter ebenfalls. Ich war jetzt auf eine ausreichende Bandbreite zu Hause angewiesen, um meiner Arbeit nachzugehen. Der Unterricht für unseren Sohn hat sich auch auf Online-Austausch mit der Schule geändert. Schulaufgaben wurden aus der Schul-Cloud heruntergeladen, von ihm bearbeitet und wieder hochgeladen. Es gab sogar die ein oder andere Videokonferenz mit Schülern und Lehrern. Parallel dazu lief der Streamingdienst für unsere Tochter und meine Frau benötigt auch das Internet für ihr Näh-Hobby.

Dank Corona haben sich ja ähnliche Geschichten in allen anderen Haushalten abgespielt. Plötzlich musste jeder von zu Hause aus arbeiten, Schularbeiten machen und seinen Alltag bestreiten. Das war zu viel für unseren alten Internetanschluss. Ich hatte manchmal eine Bandbreite, die schlechter war als ein 64k Modem aus den 1990er Jahren, nur ohne das Modem-Einwahlgeräusch. Mein Sohn und ich mussten zu meiner Mutter gehen, damit wir eine einigermaßen ausreichende Geschwindigkeit für Schule und Arbeit hatten. Durch die langsame Internet-Geschwindigkeit aus den 90ern und die verbrachte Zeit in meinem Elternhaus kamen wieder Erinnerungen an meine Teenager Zeit auf…

UNSER NETZ: Auf welche Weise nutzen Sie das Internet jetzt anders als vor der Umstellung?

Wir haben das Internet vor der Umstellung auch bereits sehr häufig genutzt, das kommt wahrscheinlich durch meinen Beruf im IT-Bereich und meine Begeisterung für Computer und Technik. Heute funktioniert nur alles gleichzeitig miteinander, ohne Verzögerung, Störung und Frust. Es ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden.

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