
Was vor dem ersten Bully digital funktionieren muss
Ein Eishockeyabend dauert länger als 60 Spielminuten. Noch bevor der Puck fällt, müssen Kassensysteme, Medienarbeit, Ligadaten und Besucher-WLAN funktionieren. Krischan Läubin, Leiter Kommunikation und Medien der Wild Wings, erklärt, warum zuverlässige Verbindungen heute zum Spieltag gehören – und persönlicher Austausch trotzdem unersetzlich bleibt.
Wenn eine Minute über die Montagsausgabe entscheidet
Sonntagabend, 19 Uhr: Auf dem Eis läuft das Spiel, auf der Pressetribüne läuft die Abgabefrist. Texte und Bilder müssen noch rechtzeitig die Redaktionen erreichen. „Manchmal entscheidet eine Minute, ob wir noch in die Zeitung kommen oder nicht“, sagt Krischan Läubin, Leiter Kommunikation und Medien sowie Presseansprechpartner der Schwenninger Wild Wings. Für ihn ist das ein Beispiel dafür, wie eng Live-Sport und digitale Abläufe inzwischen verbunden sind.
Was Besucher als 60 Minuten Eishockey erleben, beginnt hinter den Kulissen deutlich früher. Krischan Läubin nennt vernetzte Kassensysteme und Kioske, offizielle Meldungen an die Liga, Fotoübertragungen, Videos für die eigenen Kanäle und die Arbeit der Journalisten. Dazu kommt ein ungewöhnlicher Datenträger: der Spielpuck. Vor seinem Einsatz wird der Chip im Puck dem Erfassungssystem zugeordnet und kalibriert.
Live vor Ort und gleichzeitig digital
Die Verbindung von Arena und digitalen Kanälen ist längst kein Randthema mehr. Für die Saison 2025/26 meldete die PENNY DEL mehr als 3,2 Millionen Besuche bei 406 Partien und eine Arena-Auslastung von über 93 Prozent in der Hauptrunde. Zugleich erreichten die Liveübertragungen bei MagentaSport und DF1 zusammengerechnet 36,52 Millionen Zuschauer. Die Ligazahlen gelten nicht allein für Schwenningen, zeigen aber: Eishockey wird vor Ort und digital erlebt. Die vollständigen Zahlen hat der Club veröffentlicht.
In Schwenningen trifft diese Entwicklung auf eine gewachsene Eishockeykultur. Ihre Wurzeln reichen bis 1904; seit Gründung der DEL 1994 trägt die Mannschaft den Namen Wild Wings. Die Helios Arena bietet bei Heimspielen 5.135 Plätze. Familien geben ihre Begeisterung über Generationen weiter, Fanclubs gestalten das Umfeld mit, und auch in sportlich schwierigen Jahren bleibt ein treuer Kern.
Solche Tracking-Systeme erfassen Positionen und Bewegungen auf dem Eis. Die Internationale Eishockey-Föderation nennt Messwerte wie Schussgeschwindigkeit, Pässe und zurückgelegte Distanzen und verweist darauf, dass die Technik auch in der Deutschen Eishockey Liga eingesetzt wird. Antennen rund um die Spielfläche empfangen die Signale aus Puck und Spielerausrüstung. So erklärt die IIHF die Technik.
Vom Glasfasernetz bis zum Smartphone: vier verschiedene Ebenen
Dabei ist nicht jede technische Ebene dasselbe: Der Glasfaseranschluss führt bis in die Arena, die Internetanbindung transportiert Daten nach außen, die interne Verkabelung verteilt das Signal im Gebäude und WLAN-Zugangspunkte verbinden die Endgeräte. Ein starkes Glasfasersignal garantiert daher noch nicht automatisch guten Empfang auf jedem Platz.
Bei der Einführung in der Helios Arena arbeiteten mehrere regionale Beteiligte zusammen. Nach der Projektmeldung von Stiegeler vom Dezember 2022 wurde die Arena an das kommunale Glasfasernetz des Zweckverbands Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar angeschlossen. Stiegeler stellte eine 10-Gigabit-Anbindung bereit und übernahm Installation und Konfiguration der WLAN-Zugangspunkte. Die Stadtwerke Villingen-Schwenningen stellten die Geräte zur Verfügung; Waldmann Elektrotechnik führte die interne Verkabelung vom Technikraum zu den Zugangspunkten aus. Zunächst profitierten Presse, Fotografen und drei Lounge-Bereiche. Im August 2023 folgte das kostenlose WLAN für Besucher auf Bahn 1, Tribüne und Umlauf.
Was sich verändert, wenn die Verbindung verlässlich ist
Läubin erinnert sich an die Zeit vor der neuen Anbindung als ein Glücksspiel. Videos blieben liegen, Journalisten verloren den Zugang zu ihren Systemen, und der Fotograf konnte Bilder nicht rechtzeitig an den Dienstleister für das ligaweite Foto-Sharing übertragen. Für die Medienarbeit sei die Lösung von Stiegeler deshalb ein „absoluter Game-Changer zum Positiven“ gewesen.
Der Nutzen zeigt sich in vielen kleinen Abläufen: Bilder erreichen ihren Bestimmungsort, Artikel können abgeschlossen werden, Clubkanäle bleiben aktuell und Besucher Eindrücke teilen. Ebenso wichtig ist für Läubin die Hilfe im Störungsfall. Kurz vor Spielbeginn zählt ein erreichbarer Ansprechpartner, der die Ursache prüft und mit dem Club eine Lösung findet.
Genau hier treffen Sponsoring und technische Leistung aufeinander, ohne identisch zu sein
Als Sponsor ist Stiegeler Teil des Partnernetzwerks und in der Arena sichtbar. Als Telekommunikationsunternehmen übernimmt Stiegeler zugleich klar beschriebene technische Aufgaben. Dass außerdem Zweckverband, Stadtwerke und Elektrofachbetrieb beteiligt sind, macht das Engagement nicht kleiner – es zeigt, wie regionale Infrastrukturprojekte tatsächlich funktionieren: arbeitsteilig.
Digitale Reichweite braucht eine erkennbare Haltung
Mehr digitale Möglichkeiten bedeuten für Läubin nicht, dass Kommunikation automatisch besser wird. Viele Social-Media-Inhalte ähnelten sich inzwischen stark. Die Wild Wings wollten digitale Kanäle für Sichtbarkeit und Erreichbarkeit nutzen, dabei aber „authentisch, ehrlich und nah an den Menschen“ bleiben. Der persönliche Austausch im Stadion, bei Veranstaltungen oder mit der Fanszene sei mindestens ebenso wichtig.
Für Läubin zeigt sich eine gute Partnerschaft deshalb nicht in gegenseitigem Lob, sondern im offenen Austausch. Entscheidend sei, gemeinsam zu prüfen, was gut läuft und wo nachgebessert werden kann. Das gilt auch für die Infrastruktur: Anforderungen verändern sich, Geräte altern, und eine gut gefüllte Arena stellt besondere Anforderungen.
Technik schafft Raum für das eigentliche Erlebnis
Die Schwenninger Wild Wings verbinden Menschen aus der Stadt, dem Schwarzwald-Baar-Kreis und einem Einzugsgebiet, das Läubin in alle Himmelsrichtungen beschreibt. Stiegeler verbindet an einem Heimspieltag ausgewählte digitale Prozesse mit der Außenwelt. Die gemeinsame inhaltliche Klammer liegt deshalb nicht in einem großen Werbeversprechen, sondern in einer praktischen Aufgabe: Verbindungen sollen tragen, wenn viele Menschen sie gleichzeitig brauchen.
Am besten erfüllt die Technik diese Aufgabe, wenn sie nicht vom Spiel ablenkt. Dann können Journalisten berichten, Mitarbeiter arbeiten und Fans ihre Eindrücke teilen – während auf dem Eis weiter jede Sekunde zählt. Läubin fasst die Verbindung zwischen Club, Fans, Partnern und Region so zusammen: „Alle haben das gleiche Bestreben, so viele einzigartige Momente erleben zu können wie nur möglich.“
Mehr zu Stiegeler-Lösungen für Geschäftskunden und zu den Schwenninger Wild Wings.
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