
Ein Netz. Mehr Möglichkeiten.
Open Access verändert die Glasfaserwelt.
Mehr Tarifvielfalt, schnellerer Ausbau, weniger Baustellen: Auch Stiegeler treibt diesen Ansatz im Jahr 2026 gezielt weiter voran – mit neuen Kooperationen, die für mehr Wettbewerb sorgen und so die Internetversorgung in der Region nachhaltig stärken.
Wenn in einer Gemeinde ein neues Glasfasernetz entsteht, tauchen früher oder später ganz ähnliche Fragen auf: Wann kann ich wechseln? Welche Tarife gibt es? Und vor allem – welche Anbieter kann ich eigentlich wählen? Noch vor wenigen Jahren war die Antwort oft: genau einen. Heute sieht das vielerorts anders aus. Immer häufiger stehen mehrere Angebote zur Auswahl – obwohl nur ein einziges Netz im Boden liegt. Möglich macht das ein Prinzip, das in der Glasfaserbranche zunehmend an Bedeutung gewinnt: Open Access.
Die Idee dahinter ist schnell erklärt: Statt dass jeder Anbieter eigene Leitungen baut, werden bestehende Netze gemeinsam genutzt. Für Kunden bedeutet das vor allem mehr Wahlfreiheit – zwischen verschiedenen Internetanbietern und Tarifen, die auf ein und demselben Netz verfügbar sind. Gleichzeitig sorgt diese Angebotsvielfalt für mehr Wettbewerb und damit auch für faire Preise.
Auch für den Glasfaserausbau selbst hat Open Access klare Vorteile. Wenn Netze gemeinsam genutzt werden, lässt sich Doppelausbau vermeiden: Straßen müssen nicht mehrfach geöffnet werden, was Anwohner und Verkehr entlastet. Vor allem aber wird der Ausbau wirtschaftlicher: Investitionen rechnen sich schneller, Netze werden besser ausgelastet und Glasfaser kann zügiger in weitere Gemeinden gebracht werden. Gerade vor dem Hintergrund steigender Baukosten und höherer Zinsen spielt der freie Netzzugang also eine entscheidende Rolle, um die flächendeckende Glasfaserversorgung in Deutschland voranzutreiben.
Neue Kooperationen stärken die Region
Für Stiegeler wird 2026 ein Jahr, in dem der Open-Access-Gedanke besonders deutlich wird. Durch neue Kooperationen mit anderen Netzanbietern erweitert Stiegeler sein Versorgungsgebiet und bringt seine Tarife in zusätzliche Regionen. Für die Menschen vor Ort bedeutet das: Noch mehr Haushalte und Geschäftskunden können künftig von schnellem Internet über Glasfaser, leistungsstarken Tarifen und dem persönlichen Kundenservice eines regionalen Internetanbieters profitieren.
Ein erster Schritt dafür ist die Kooperation von Stiegeler mit der NetCom BW, die im Juni 2025 beschlossen wurde. Während Stiegeler seine Wurzeln im Südwesten Baden-Württembergs hat, ist die NetCom BW vor allem stark in der schwäbischen Landeshälfte verankert. Mit der Open-Access-Vereinbarung haben sich diese zwei regionalen Unternehmen bewusst für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit entschieden. Damit kann Stiegeler seine Tarife künftig auch im Netz der NetCom BW anbieten und so sein Versorgungsgebiet Schritt für Schritt über seine Heimatregion Südbaden hinaus erweitern.
Doch Open Access entfaltet seine Stärke nicht nur beim Wachstum, sondern auch dann, wenn sich Rahmenbedingungen beim Ausbau verändern. Genau hier setzt die Kooperation von Stiegeler mit Vodafone an. Dank der Vereinbarung von Stiegeler und Vodafone kann Stiegeler in der Ortenau, im Enzkreis und im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald seine Tarife künftig auch auf Glasfasernetzen anbieten, die mit öffentlichen Fördergeldern errichtet und von Vodafone betrieben werden.
Besonders relevant ist diese Zusammenarbeit für Stiegeler-Kunden in Gemeinden wie Ottenhöfen oder Steinach im Ortenaukreis: Hier hat der bisherige Ausbaupartner Unsere Grüne Glasfaser (UGG) den Rückzug von seinen Ausbauplänen bekanntgegeben. Nun soll das Glasfasernetz mithilfe öffentlicher Fördergelder errichtet werden. Doch trotz dieses Wechsels bleibt für die Kunden vor Ort das Entscheidende erhalten: Dank der Open-Access-Kooperation von Stiegeler und Vodafone können sie weiterhin von Stiegeler versorgt werden – also genau von dem Anbieter, für den sie sich bereits bewusst entschieden haben. „Als regionaler Internetanbieter mit langjähriger Erfahrung im Glasfasermarkt ist es uns wichtig, unseren Kunden gerade in solchen Situationen eine verlässliche Lösung zu bieten“, erklärt Geschäftsführer Felix Stiegeler. „Wir freuen uns sehr, dass wir durch die Kooperation mit Vodafone an der Seite unserer Kunden bleiben können.“
Ein ähnliches Ziel verfolgt auch die Zusammenarbeit von Stiegeler mit Plusnet. Über die von Plusnet betriebene Open- Access-Plattform Netbridge erhält Stiegeler Zugang zu den Glasfasernetzen anderer Netzbetreiber – wie etwa der Deutschen Telekom, die nach dem Rückzug von UGG ebenfalls in einigen Gemeinden den Glasfaserausbau übernimmt. Für Stiegeler-Kunden in Gemeinden wie Bad Säckingen oder Dettingen an der Erms bedeutet das: Auch hier bleibt Stiegeler als ihr vertrauter Anbieter verfügbar, selbst wenn die Netzinfrastruktur von einem anderen Unternehmen errichtet wird. Was sich für Kunden oft ganz einfach anfühlt – wie ein Netz aus einer Hand –, erfordert im Hintergrund ein reibungsloses Zusammenspiel vieler Prozesse. Genau hier setzt die bundesweite Plattform Netbridge an: Sie verbindet Netzbetreiber und Diensteanbieter, standardisiert Abläufe und reduziert technische und vertragliche Hürden. So werden Open-Access-Abstimmungen vereinfacht und neue Kooperationen deutlich schneller umgesetzt.
Open Access: Teil der Stiegeler-DNA
Auch wenn Open Access aktuell besonders in den Fokus rückt, ist das Prinzip für Stiegeler schon längst gelebte Praxis. Denn Stiegeler setzt seit Jahren auf ein mehrsäuliges Geschäftsmodell, bei dem eigene Netze, Pachtnetze und Open-Access-Kooperationen ineinandergreifen und so eine möglichst breite Versorgung ermöglichen. Den Open-Access-Gedanken lebt Stiegeler dabei in beide Richtungen: So versorgt Stiegeler z. B. im Landkreis Lörrach seit mehreren Jahren erfolgreich über das Netz des Zweckverbands, das von PYUR betrieben wird. Gleichzeitig öffnet Stiegeler auch seine eigenen Netze für andere Anbieter – etwa im Landkreis Waldshut, wo auch ein kleinerer regionaler Anbieter über das Stiegeler-Netz seine Dienste anbietet. Auch künftig wird dieser Weg weiterverfolgt: Über die Plattform Netbridge stellt Stiegeler sein Netz auch weiteren Anbietern zur Verfügung. „Wir verstehen Open Access nicht als Einbahnstraße“, betont Felix Stiegeler. „Wenn andere Anbieter unser Netz nutzen möchten, ermöglichen wir das gern – denn von der höheren Netzauslastung profitieren am Ende alle: Netzbetreiber, Diensteanbieter und vor allem auch unsere Kunden als Endverbraucher.“
Durch Kooperation und fairen Wettbewerb entsteht so ein Zusammenspiel, bei dem es nicht darum geht, wer ein Netz gebaut hat, sondern wie vielen Menschen damit der Zugang zu schnellem Internet ermöglicht werden kann.
Mit Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen ist der Grundstein für die Erweiterung des Stiegeler-Versorgungsgebiets gelegt. Nun folgt die nächste Phase: „Im Laufe des Jahres werden wir mit der Vermarktung unserer Tarife in den neu hinzugekommenen Gebieten beginnen“, erzählt Felix Stiegeler. Dann können sich Interessierte informieren, welche Stiegeler-Tarife an ihrer Adresse verfügbar sind. Für Stiegeler ist die Versorgung über Open Access der nächste logische Schritt: weiterwachsen, neue Gebiete erschließen und gleichzeitig nah an den Menschen bleiben – damit noch mehr Haushalte in Baden-Württemberg nicht nur in den Genuss von zukunftsfähigem Internet kommen, sondern dabei auch auf die persönliche Erreichbarkeit und den zuverlässigen Kundenservice vom Anbieter aus der Region zählen können.
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