Umsetzung der Mehrwertsteuer-Senkung

Von 30. Juni 2020News

Wie Sie sicherlich aus den Medien erfahren haben, hat die Bundesregierung ein Konjunkturpaket beschlossen. Das Ziel ist es, die angeschlagene Wirtschaft aufgrund der Corona-Pandemie wieder anzukurbeln – u. a. mithilfe einer Mehrwertsteuersenkung um 3 Prozentpunkte von 19 auf 16 %. Ob eine Weitergabe der Steuerersparnis an die Bürgerinnen und Bürger erfolgt, ist den Unternehmen freigestellt. Stiegeler hat beschlossen, die Ersparnis teils direkt, teils über andere Mechanismen weiterzugeben. Im Folgenden informieren wir Sie über die Details.

Der technische Aufwand, um unsere Systeme auf den geänderten Steuersatz umzustellen, ist beträchtlich. Deshalb gehen wir verschiedene Wege, damit alle unsere Kundinnen und Kunden auf die ein oder andere Weise profitieren. Das bedeutet:

Die Ersparnis für einen Bestandskunden im Privatkundenbereich würde im Schnitt rund 1,30 €/Monat betragen. Auf ein halbes Jahr und die Gesamtkundenanzahl gesehen wären das rund 110.000 €. Da im Privatkundenbereich grundsätzlich Brutto-Preise vereinbart werden, stünde eine Umsetzung zur direkten Weitergabe der Ersparnis an den einzelnen Kunden in keinem Verhältnis zum technischen und administrativen Aufwand auf unserer Seite. Wir haben deshalb beschlossen, die Summe von 110.000 € als Eigenkapital in weitere Projekte für den Ausbau von Glasfaser-Infrastruktur in unserer Region einzubringen (Gesamtinvestition rund 600.000 €). Konkret wird es sich um mehrere Projekte in unterschiedlichen Landkreisen handeln. Aktuell befinden wir uns noch in der Feinplanung, werden aber in Kürze alle Details bekannt geben.

Wir freuen uns, Ihnen weiterhin mitteilen zu können, dass wir die Steuerersparnis bei Telefonie-Gebühren im Privatkundenbereich direkt weitergeben werden. Die direkte Weitergabe ist uns hier möglich, weil Telefonie-Gebühren auf Netto-Preisen basieren.

Neukunden werden insofern vom Gedanken der Bundesregierung, die Wirtschaft anzukurbeln, profitieren, als dass wir im Juli eine große Kampagne mit tollen Aktionsangeboten haben. Alle Infos dazu finden Sie unter www.stiegeler.com/Sommer-Aktion.

Bei Geschäftskundenverträgen, wo Vertragsverhältnisse auf Netto-Preisen basieren, ändern wir die ausgewiesene Mehrwertsteuer bis auf Weiteres von 19 auf 16 %.

Wir haben uns viele Gedanken über die Details der Umsetzung gemacht. Am Ende glauben wir, unseren Kundinnen und Kunden und solchen, die es noch werden möchten, auf diese Weise am besten entgegenzukommen.

Wir danken Ihnen besonders in diesen Zeiten für das entgegengebrachte Vertrauen.

Ihr Stiegeler-Team

Join the discussion 4 Kommentare

  • Thomas sagt:

    Das bedeutet, das Neukunden direkt provozieren, langjährige Bestandskunden aber nur indirekt oder garnicht (wenn in meiner Region der Glasfaserausbau nicht oder nicht zusätzlich forciert wird). Ist das Ihr Verständnis von Kundenbindung?
    Wie wäre es denn mit einer Gutschrift am Ende der 6 Monate?
    Dass ihre IT Systeme nicht in der Lage sind, schnell auf diese Anpassung zu reagieren, ist nicht die Schuld der Kunden

    • Marina Stiegeler sagt:

      Guten Tag Thomas, vielen Dank für Ihre Nachricht, zu der wir Stellung nehmen möchten. Neukunden profitieren einmalig im Juli von einem Aktionsangebot, das wir in jedem Jahr in diesem Umfang anbieten. Bei Bestandskunden geben wir die Ersparnis bei Telefoniegebühren direkt weiter. Zur Grundgebühr haben wir uns viele Gedanken gemacht. Eine direkte Weitergabe der Ersparnis scheitert nicht an unseren Systemen, es ist die Umsetzung für jeden einzelnen Kunden. Insgesamt haben wir über 40 verschiedene Tarife, jeder einzelne Brutto-Preis hätte angefasst werden müssen. Nicht nur intern, sondern auch in der sämtlichen Kunden-Kommunikation. Bei einer Gutschrift, an die wir ebenfalls gedacht haben, machten abgesehen von den verschiedenen Tarifen Sonderfälle die Lage noch verzwickter. Bspw. haben wir Kunden, die jetzt abschließen, aber erst nächstes Jahr angeschlossen werden. Wir haben deshalb beschlossen, unsere Energie nicht auf diese Weise einzubringen, sondern gewinnbringend für unsere Kunden. Wir investieren ein Vielfaches der Ersparnis, die wir nicht direkt weitergeben, in den Netzausbau. Dieser kommt auch unseren Bestandskunden zugute. Wir hoffen, dass wir die Hintergründe etwas besser darstellen konnten. Viele Grüße, Ihr Stiegeler-Team

  • Otto sagt:

    Hallo Thomas,

    ich glaube es war John D. Rockefeller persönlich, der in die Hosentasche griff, und einem Journalisten auf die Frage „warum er denn seinen Reichtum nicht mit der Menschheit teile“, einen Dollar übergab mit den Worten „hier haben Sie ihren Anteil“. Damit wäre eigentlich schon alles gesagt.

    Es ist unternehmerisch völlig sinnfrei Summen im 6stelligen Bereich mit einem unverhältnismäßig hohem Aufwand weiterzugeben, ohne daß der einzelne Empfänger einen Mehrwert hat. Bei einem utopischen Tarif von 60 Euro reden wir für den Endverbraucher von einer monatlichen Ersparnis von 1,50 Euro. In 6 Monaten sage und schreibe 9 Euro. Hallo? In 6 Monaten! Fragt doch bitte mal Euren Vermögensberater wie Ihr den Betrag anlegen könntet.

    Man muss schon ganz ehrlich die Verhältnismäßigkeit abwägen. Was macht mehr Sinn, ein Unternehmen investiert 100.000 Euro in Infrastrukturprojekte oder er verteilt den Betrag, gestückelt über 6 Monate, in Tranchen zu max. 1,50 Euro, ohne daß hiervon reell auch nur eine Person einen verwendbaren Mehrwert hat.

    Die Telekommunikationsbranche gehört sicherlich nicht zu den Verlieren der Krise. Die von der Bundesnetzagentur gewünschte unterbrechungsfreie Verfügbarkeit des Netzzugang (u.a. aufgrund des zwingend notwendigen Home-Office, Priorisierungen der Notfall-Dienste, Notbereitschaften für Entstörungen im Leitungsnetz, das exponentiell gestiegene Telefonaufkommen im Festnetz und von den ohne Vorwarnung gestiegenen Datenvolumen die über jeden Kontenpunkt und möglich neu entstandenen Flaschenhals transportiert werden müssen ganz zu schweigen) führt bestimmt bei keinem Netzbetreiber zu Kosteneinsparungen. Tarifanpassungen aufgrund des Mehraufwand stehen aber nicht zur Diskussion.

    Bitte mal wegen 1,50 Euro die Kirche im Dorf lassen. Die Grundidee der MwSt-Senkung war von den Verantwortlichen sicher ehrenhaft gemeint, aber Sorry, leider nicht wirklich zu Ende gedacht, da finde ich die Lösung der Verantwortlichen hier schon konsequenter.

    Gruß und stets gute Verbindung
    Otto Schmidt

    • Marina Stiegeler sagt:

      Hallo Herr Schmidt,
      wir danken Ihnen für Ihre Nachricht. In der Tat hatten wir sehr ähnliche Gedankengänge, weshalb wir uns für die vorliegende Umsetzung entschieden haben. Unser Ziel war es, vielen Menschen möglichst viel zurückzugeben. Wir freuen uns, dass Sie hinter unserer Entscheidung stehen. Viele Grüße, Ihr Stiegeler-Team

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