Langsame Verbindung?

So surfen Sie schneller im Heimnetzwerk.

Eine WLAN-Verbindung nutzt inzwischen fast jeder. Doch im Drahtlosnetzwerk läuft nicht immer alles rund. Ein nicht optimal eingerichtetes WLAN macht das Surfen im Netz zu einer echten Geduldsprobe: Internetseiten bauen sich nur langsam auf, abgespielte Filme ruckeln und Downloads wollen einfach nicht enden – obwohl der eigentliche Internetanschluss in den meisten Fällen voll funktionstüchtig ist.

Ändern Sie das jetzt!

Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr WLAN optimal nutzen. So funktioniert‘s:

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Gut zu wissen – zusätzliche Tipps und Tricks

Die Router-Software aktualisieren

Wenn Sie Ihren Router zuletzt beim Einzug in ihre Wohnung installiert haben, dann sollten Sie mal wieder über ein Update nachdenken. Die Vorteile einer regelmäßigen (monatlichen) Router-Aktualisierungen sind das Einspielen von neuen Funktionen, das Schließen potentieller Sicherheitslücken und eine Verbesserung des Empfangs.

Das richtige Frequenzband einstellen

Falls Sie einen älteren Router im Einsatz haben, ist die Lösung für langsames WLAN eventuell sehr einfach: Wechseln Sie das Frequenzband.

Der aktuelle WLAN-Standard nutzt 2 Frequenzbänder – 2,4 GHz und 5 GHz. Das 2,4 GHz-Frequenzband hat eine größere Reichweite. Dafür gibt es häufiger Störungen, da es von den meisten Geräten genutzt wird. Das 5 GHz-Frequenzband hat eine geringere Reichweite, aber höhere Übertragungsraten. Außerdem ist es nicht so stark belegt und deshalb weniger störanfällig. Es eignet sich besonders für Streaming und Downloads.

Den Kanal-Wechsel kann man bei den meisten Routern mit wenigen Klicks bequem über die Weboberfläche einstellen. Wichtig ist allerdings, dass auch jedes WLAN-Gerät im Haushalt das 5 GHz-Frequenzband unterstützen muss.

Wenn Sie bereits einen Dualband-Router besitzen (wie z. B. die FRITZ!Box 7590), ist eine Anpassung des Frequenzbandes nicht notwendig.

Weichen Sie auf Kabel (LAN) aus

Sie können Ihr WLAN durch den gezielten Einsatz von klassischen Netzwerkkabeln (LAN-Verbindungen) erheblich entlasten und so die Qualität der Verbindungen verbessern.

Sie wollen ein mehrstöckiges Gebäude mit WLAN versorgen? In der Praxis hat es sich bei vielen Kunden bewährt, pro Stockwerk einen eigenen Access Point (z. B. einen zusätzlichen Router) im Einsatz zu haben. Diese Access Points sind per Kabel mit dem Haupt-Router verbunden. Dies kann bauliche Maßnahmen erfordern, wenn in Ihrem Haus nicht ausreichend Leerrohre verlegt sind.

Den passenden WLAN-Standard wählen

Mit dem Standard wird die Kommunikation aller Endgeräte im WLAN geregelt. Er legt fest, wie sich die technischen Mobilgeräte untereinander verständigen und wer dabei welche Aufgabe übernimmt.

In der Fachsprache spricht man auch von der Norm IEEE 802.11. Bei der Neuanschaffung eines Routers sollten Sie ein Gerät wählen, das den AC-Standard (Fachbezeichnung: IEEE 802.11ac) unterstützt.

Wenn Sie ihr WLAN schneller machen möchten, dann sollten Sie ihr Heimnetzwerk auf den neuen WLAN-Standard AC oder N umstellen. Über die Weboberfläche Ihres Routers kann man das normalerweise problemlos vornehmen. Aber auch hier gilt: Nur wenn die Endgeräte den WLAN-Standard auch unterstützen, bringt die Einstellung einen Vorteil.

Den WLAN-Kanal ändern und damit das WLAN optimieren

Eine Änderung des Funkkanals kann eine bessere Performance des WLAN-Netzes bedeuten.

Die Funkkanäle kann man sich wie eine mehrspurige Straße vorstellen. Dabei kann man als Autofahrer wählen, welche Spur man verwenden möchte. Dasselbe ist im Router konfigurierbar. Auf welchem WLAN-Funkkanal soll das Signal gesendet werden?

In jedem Router ist solch ein Kanal bereits voreingestellt. Die meisten Nutzer ändern ihn nicht, wodurch dann sowohl Ihr Router als auch der Ihres Nachbarn auf dem gleichen Kanal funken. In Wohngebieten oder in einem Mehrparteienhaus wird somit der Standard-Funkkanal meist von vielen Parteien gleichzeitig genutzt. Das kann zu einer schlechten WLAN-Verbindung führen.

Der Funkkanal lässt sich meistens sehr einfach in der Router-Konfiguration, den Einstellungen oder in den Erweiterten Optionen einstellen. Inzwischen gibt es auch zahlreiche Apps, die den besten Funkkanal und die aktuelle Signalstärke anzeigen.

Die maximale WLAN-Signalstärke einstellen

Bei vielen Routern kann die Sendeleistung manuell konfiguriert werden. Damit kann man einstellen, wie stark oder schwach (Skala von 0 – 100 %) der Access Point das WLAN-Signal senden soll. Wenn Sie Ihr WLAN optimieren möchten, sollten Sie den Regler auf 100 % schieben.

Beachten Sie allerdings, dass nun auch alle Personen in der unmittelbaren Umgebung das WLAN sehen. Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus, kann gegebenenfalls auch Ihr Nachbar das WLAN finden. Solange der Zugriff darauf durch ein sicheres Passwort geschützt ist, ist das nicht weiter bedenklich. 

Ihr WLAN optimal schützen

Möchten Sie die Sicherheit in Ihres WLAN zusätzlich erhöhen? Dann können folgende Tipps für Sie hilfreich sein:

  1. Ändern Sie den WLAN-Namen (SSID).
  2. Ändern Sie das werkseitig vergebene Gerätepasswort des Routers.
  3. Verwenden Sie den Sicherheitsstandard WPA2 als Verschlüsselungsmethode.
  4. Richten Sie für Besucher ein Gastnetzwerk ein.
  5. Wenn nicht unbedingt notwendig, alle Geräte mit LAN-Kabel statt mit WLAN verbinden.