Skip to main content

Glasfaser bauen allein reicht nicht: Stiegeler setzt auf aktive Nutzung

By 4. September 2026News
Kabeltrommeln mit orangen Glasfaserkabeln stehen auf Wiese neben Landstraße beim Glasfaserausbau

Deutschlands Glasfasernetze wachsen, doch viele Anschlüsse bleiben aktuell noch ungenutzt. Das zeigt die aktuelle Marktanalyse des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO): Demnach schreitet der Glasfaserausbau in Deutschland zwar weiter voran, die tatsächliche Nutzung der Anschlüsse hält mit dieser Entwicklung jedoch nicht Schritt. So liegt die bundesweite „Take-up-Rate“, also der Anteil der aktiven Glasfaserverträge in mit Glasfaser erschlossenen Gebieten, laut BREKO-Marktanalyse aktuell bei rund 27 %. Bei Stiegeler jedoch zeigt sich, dass auch deutlich höhere Take-up-Rates möglich sind: So nutzen in den Stiegeler-Eigennetzen aktuell bereits rund 62 % der erschlossenen Haushalte ihre Anschlüsse aktiv für die Versorgung mit schnellem Internet.

Hohe Glasfasernutzung im Stiegeler-Netz

„Für die digitale Zukunft Deutschlands sind leistungsstarke Glasfasernetze unverzichtbar. Aber Glasfaser kann ihren Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft erst entfalten, wenn aus gebauten Netzen auch genutzte Anschlüsse werden“, erklärt Stiegeler-Geschäftsführer Felix Stiegeler. „Daher freuen wir uns, dass wir in unseren Eigennetzen mit einer Take-up-Rate von aktuell rund 62 % bereits deutlich über dem Marktdurchschnitt liegen und auch in unseren kommunalen Pachtnetzen einen Wert von rund 43 % erzielen. Unsere Erfahrung zeigt: Die Menschen entscheiden sich für Glasfaser, wenn wir ihnen die Vorteile verständlich vermitteln und sie beim Technologiewechsel aktiv begleiten. Als regionaler Anbieter legen wir daher besonderen Wert auf Kundennähe und persönliche Beratung.“

BREKO-Marktanalyse zeigt schwierige Investitionsbedingungen für den Glasfaserausbau in Deutschland

Hohe Aktivierungsquoten gewinnen beim Glasfaserausbau angesichts steigender Bau- und Finanzierungskosten zusätzlich an Bedeutung. Laut BREKO-Marktanalyse bewerten die befragten Telekommunikationsunternehmen das Investitionsklima aktuell deutlich negativ; erstmals seit zehn Jahren gingen die Investitionen der Telekom-Wettbewerber 2025 leicht zurück.

Stiegeler investiert trotz herausfordernder Marktbedingungen weiter in den Glasfaserausbau

Trotz des herausfordernden Marktumfelds treibt Stiegeler den Glasfaserausbau im Südwesten weiter voran. Allein im Juli 2026 hat Stiegeler sieben neue eigenwirtschaftlich erbaute Glasfasernetze in Betrieb genommen – u. a. in Laufenburg, Küssaberg (beide Lkr. Waldshut) und in Horb a. N. (Lkr. Freudenstadt). Parallel laufen weitere Ausbauprojekte und Vorbereitungen auf neue Baustarts. Insgesamt hat Stiegeler für 2026 eigenwirtschaftliche Investitionen von rund 14 Mio. Euro für den Ausbau geplant.

„Dass wir trotz hoher Bau- und Finanzierungskosten weiter investieren, zeigt unser klares Bekenntnis zum Glasfaserausbau in der Region. Dafür brauchen wir von der Politik aber verlässliche Rahmenbedingungen und eine transparente Kommunikation gegenüber den Bürgern, dass kupferbasierte DSL-Netze zunehmend an ihre technischen Grenzen stoßen. Der Datenverbrauch und die Anforderungen an unsere digitale Infrastruktur wachsen kontinuierlich – DSL ist daher auf lange Sicht keine Alternative zu Glasfaser. Der Technologiewechsel wird kommen – dafür brauchen Unternehmen und Verbraucher frühzeitig Klarheit und Planungssicherheit“, so Felix Stiegeler.

Stiegeler versorgt auch über Open-Access-Netze mit Glasfaser

Neben dem eigenen Ausbau setzt Stiegeler auf Open-Access-Kooperationen mit Dritten, um Kunden auch über deren Netze mit Internet zu versorgen. Solche Kooperationen gewinnen laut BREKO branchenweit an Bedeutung. Stiegeler nutzt dieses Modell seit Jahren und hat sein Versorgungsgebiet 2026 u. a. durch Kooperationen mit Telekom, GlasfaserPlus und NetCom BW deutlich erweitert – etwa in den Landkreisen Tuttlingen, Sigmaringen und Konstanz, wo Stiegeler seit Kurzem über Breitbandnetze versorgt, die mithilfe öffentlicher Fördergelder gebaut und von NetCom BW betrieben werden.

„Open Access vermeidet Doppelausbau und hilft durch eine größere Anbieterauswahl dabei, vorhandene Netze besser auszulasten“, so Felix Stiegeler. „Eigener Ausbau und Kooperationen gehören für uns deshalb zusammen: Entscheidend ist, dass das schnelle Internet dort ankommt, wo es gebraucht wird.“

Hinterlasse uns einen Kommentar