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Lignotrend: Holzbau, Hightech und Verantwortung

By 16. Juli 2026News

Vom Stamm bis zur CNC-Fertigung: So digital arbeitet Lignotrend

Die LIGNOTREND Produktions GmbH aus Weilheim zeigt, wie eng moderner Holzbau heute mit digitalen Prozessen verbunden ist. Das Unternehmen verarbeitet vor allem Fichte und Weißtanne aus dem Schwarzwald und den angrenzenden Regionen zu tragenden Holzbauteilen und Akustikelementen. Dabei beginnt die digitale Prozesskette lange bevor das Holz die Fertigung erreicht.

Der Rohstoff wird zum Datensatz

Bereits im Sägewerk wird das Holz vermessen, nach Qualität und Dimension klassifiziert und digital erfasst. Die gewonnenen Informationen fließen in die weiteren Planungs- und Produktionsprozesse ein. So bleibt nachvollziehbar, welches Material für welchen Einsatzzweck vorgesehen ist. Die Materialdaten werden mit den Architektur- und Konstruktionsdaten eines Bauprojekts zusammengeführt. Daraus entstehen unter anderem Bauteil– Geometrien, Stücklisten, Materialbedarfe und die Programme für die CNC-Maschinen. Das einzelne Bauteil beginnt damit nicht erst an der Maschine, sondern bereits als Datensatz.

Präzision entsteht durch verlässliche Daten

Lignotrend fertigt keine standardisierte Massenware. Die Elemente werden an die Anforderungen des jeweiligen Gebäudes angepasst. Architektur, Statik, Akustik, Brandschutz und Materialeinsatz müssen präzise aufeinander abgestimmt sein.

Digitale Planung hilft dabei, Abhängigkeiten frühzeitig sichtbar zu machen. Änderungen können bereits vor Produktionsbeginn berücksichtigt und in die Fertigungsdaten übernommen werden. Das reduziert nachträgliche Anpassungen auf der Baustelle, unterstützt einen gezielten Materialeinsatz und verbessert die Planungssicherheit.

Das handwerkliche und technische Wissen der Mitarbeitenden bleibt dabei unverzichtbar. Digitale Systeme liefern Informationen und Vorschläge. Die fachliche Bewertung und Qualitätssicherung übernehmen weiterhin erfahrene Fachkräfte.

„Ohne stabile Glasfaseranschlüsse und redundante Server wäre das undenkbar. Fällt eine Datenverbindung aus, gerät die Produktion ins Stocken“

Ralf Harder, Leiter Marketing bei Lignotrend

Fünf Standorte arbeiten wie ein System

Lignotrend arbeitet an fünf Standorten im Südschwarzwald, darunter die Zentrale in Weilheim und das Sägewerk in Ibach. Zwischen den einzelnen Bereichen werden laufend Maschinenprogramme, Produktionsdaten, Lagerinformationen und Lieferpläne ausgetauscht. Auch externe Partner sind Teil dieser digitalen Prozesskette. Logistikdienstleister benötigen aktuelle Informationen, damit die vorgefertigten Elemente zum richtigen Zeitpunkt auf der jeweiligen Baustelle eintreffen. Eine zuverlässige Vernetzung ist deshalb weit mehr als eine organisatorische Unterstützung. Sie ist eine Voraussetzung dafür, dass Planung, Fertigung und Logistik ineinandergreifen.

Digitale Infrastruktur als Produktionsgrundlage

Das Beispiel Lignotrend zeigt, was digitale Infrastruktur in einem produzierenden Unternehmen leisten muss. Entscheidend sind nicht allein hohe Übertragungsraten. Daten müssen zuverlässig zwischen Standorten, Systemen, Maschinen und Projektpartnern verfügbar sein. So verbindet Lignotrend regionale Wertschöpfung mit moderner industrieller Fertigung. Der Rohstoff stammt aus der Region, die Verarbeitung bleibt vor Ort und eine durchgängige digitale Prozesskette schafft die Grundlage für Präzision, Materialeffizienz und verlässliche Lieferabläufe.

Wie aus regionalem Holz ein digital geplantes Bauteil wird und wie Lignotrend seine Standorte, Fertigungsprozesse und Lieferketten miteinander verbindet, zeigt das ausführliche Interview auf „Unser Netz digital“. Den vollständigen Artikel finden Sie außerdem in der aktuellen Printausgabe unseres Magazins „Unser Netz“.

Hier geht´s direkt zu dem ausführlichen Interview auf „Unser Netz digital“ – wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

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