Erfolgsgeschichte B-Energy

Wie ein junges Spezialistenteam mit digitalen Prozessen und FiberPLUS von Stiegeler gegen große Marktteilnehmer antritt.
B-Energy ist ein junges Unternehmen mit Start-up-Charakter. 2023 von Nico Bühler während seines Studiums gegründet, richtete es sich 2025 neu auf Gebäudeautomation sowie Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik aus. Heute entwickelt ein kleines Team junger Spezialisten Lösungen für komplexe Gebäudetechnik. Um bei Reaktionszeit, Leistung und Kosten mit größeren Marktteilnehmern mithalten zu können, setzt das junge Unternehmen auf kurze Wege, konsequent digitale Prozesse und eine Infrastruktur, die Fernzugriffe zuverlässig möglich macht.

Reaktionszeit als Erfolgsfaktor
Wenn bei einem Kunden die Gebäudetechnik nicht so funktioniert wie geplant, kann Zeit schnell teuer werden. Bei B-Energy beginnt die Fehlersuche deshalb möglichst schon während des Telefonats: Über gesicherte Verbindungen greifen die Spezialisten aus der Ferne auf die Anlage zu. Hinter dieser Reaktionsgeschwindigkeit steckt ein bewusst schlank organisiertes Geschäftsmodell. Das junge Unternehmen will nicht durch Größe konkurrieren, sondern durch Spezialisierung und Effizienz – und ist dafür auf eine zuverlässige digitale Infrastruktur angewiesen.

Der Techniker ist schon auf der Anlage
Ein Kunde ruft an, weil es eine Störung oder Änderungsbedarf an seiner Gebäudetechnik gibt. Während das Gespräch noch läuft, kann sich das Team von B-Energy im Idealfall bereits auf die betreffende Anlage aufschalten. Statt zunächst einen Termin zu koordinieren und einen Techniker auf die Straße zu schicken, beginnt die Analyse direkt.

Für ein großes Unternehmen mag eine eingesparte Fahrt zunächst nach einem kleinen Effizienzgewinn klingen. Für ein kleines Team sieht die Rechnung anders aus. Jede Stunde, die nicht auf der Straße verbracht wird, steht für Planung, Programmierung oder Kundenprojekte zur Verfügung.

Genau darin sieht B-Energy einen Teil seiner Wettbewerbsstrategie.
Die Wurzeln des heutigen Unternehmens reichen in den Sommer 2023 zurück. Geschäftsführer Nico Bühler gründete während seines Studiums zunächst einen Betrieb für Photovoltaikanlagen. 2025 folgte eine Neuausrichtung. Heute konzentriert sich B-Energy auf Gebäudeautomation sowie Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik – kurz MSR. Das Unternehmen plant und programmiert Automationslösungen unter anderem für Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Energieanlagen. Auch die aktuelle Unternehmenswebsite beschreibt diesen Fokus auf individuelle Lösungen für Gewerbe-, Industrie- und anspruchsvolle Funktionsgebäude.
Standardlösungen spielen dabei eine untergeordnete Rolle. „Bei uns wird kein Schaltschrank zweimal gefertigt“, sagt Bühler im Interview. B-Energy begleitet Projekte von der Planung und Schaltplanerstellung über Programmierung und Inbetriebnahme bis zur späteren Wartung. Gerade bei komplexen Anlagen werde das Team deshalb teilweise bereits von Ingenieurbüros oder Generalübernehmern in die Planungsphase eingebunden.

Ein kleiner Anbieter in einem etablierten Markt
Gebäudeautomation ist längst kein Randthema der Gebäudetechnik mehr. Allein im VDMA-Fachverband „Automation + Management für Haus + Gebäude“ sind rund 70 Hersteller von Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen, Gebäudeautomationssystemen und Gebäudemanagement-Dienstleistungen organisiert. Zusammen erwirtschaften diese Unternehmen nach Angaben des Verbandes etwa 1,5 Milliarden Euro Umsatz.

Auch die regulatorischen Anforderungen steigen
Nach § 71a des Gebäudeenergiegesetzes müssen bestimmte Nichtwohngebäude mit Heizungs- beziehungsweise kombinierten Heizungs- und Lüftungsanlagen oder Klimaanlagen von mehr als 290 Kilowatt Nennleistung mit Systemen zur Gebäudeautomatisierung und -steuerung ausgestattet sein.

Gleichzeitig verschiebt sich der technische Fokus
Gebäude sollen nicht lediglich gesteuert, sondern zunehmend anhand von Betriebs-, Nutzungs- und Energiedaten optimiert werden. Eine aktuelle dena-Untersuchung beschäftigt sich beispielsweise mit dem Potenzial KI-basierter Energiemanagementsysteme und Flexibilitäten in Nichtwohngebäuden.

B-Energy trifft damit auf einen etablierten Markt, in dem große Anbieter ebenso aktiv sind wie spezialisierte Mittelständler. Für ein junges Unternehmen stellt sich deshalb eine entscheidende Frage: Wie kann ein kleines Team wirtschaftlich mit größeren Strukturen konkurrieren?

Der Größennachteil wird zum Organisationsprinzip
B-Energy versucht nicht, die Strukturen großer Anbieter nachzubauen. Im Interview beschreibt Bühler stattdessen ein Unternehmen mit kurzen Entscheidungswegen: Gibt es bei einem Projekt eine technische Frage, sitzt der zuständige Planer unter Umständen direkt im selben Raum. Lange Abstimmungsketten sollen vermieden werden. Nahezu alle internen Prozesse – von Rechnungen und Verträgen bis zu Schaltplänen – sind digital organisiert.

Diese Struktur ist nicht nur Teil der Unternehmenskultur. Sie hat eine wirtschaftliche Funktion. „Wir als so kleines Unternehmen müssen mit Bigplayern konkurrieren und da sind wir einfach durch Effizienz extrem konkurrenzfähig“, sagt Nico Bühler.

Dabei benennt er einen entscheidenden Kostenfaktor: Arbeitszeit. Insbesondere bei öffentlichen Aufträgen stehe ein junges Unternehmen unter erheblichem Preisdruck. B-Energy versucht deshalb, nicht an der fachlichen Leistung zu sparen, sondern unproduktive Zeit zu reduzieren.

Fernwartung ist dafür ein gutes Beispiel. Können Störungen aus der Ferne analysiert oder behoben werden, entfällt möglicherweise eine längere Anfahrt. Das senkt nicht automatisch jeden Projektpreis, verschafft einem kleinen Team aber mehr produktive Stunden und ermöglicht schnellere Reaktionen. Effizienz wird so zur Antwort auf fehlende Größe.

Wenn die Internetverbindung Teil der Wertschöpfung wird
Genau an diesem Punkt bekommt die digitale Infrastruktur eine andere Bedeutung. Viele Kundenanlagen von B-Energy verfügen über eine Fernanbindung. Dabei baut das Unternehmen über Firewalls gesicherte IPsec-VPN-Verbindungen zu separierten Netzen der Gebäudeleittechnik auf. Über diese Verbindung können Anlagen überwacht, angepasst oder im Störungsfall geprüft werden. IT und klassische Gebäudetechnik wachsen damit zusammen.

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik behandelt Gebäudeautomation als eigene Infrastruktur und ordnet Anlagen- und Raumautomation funktional in die Welt der Operational Technology ein. Je stärker Gebäudesysteme vernetzt werden, desto relevanter wird daher neben Funktionalität auch die Absicherung der Schnittstellen.

Stabile Leistung für parallele Prozesse
Für B-Energy ist dabei vor allem Zuverlässigkeit entscheidend. Frühere Erfahrungen mit Satellitenverbindungen brachten nach Aussage des Unternehmens wiederkehrende Unterbrechungen mit sich; bei Kupferanschlüssen stieß die verfügbare Leistung bei mehreren parallelen Verbindungen an Grenzen.

Stiegeler schafft die Basis für sichere Fernzugriffe
Am Standort Donaueschingen kam deshalb eine Glasfaseranbindung von Stiegeler zum Einsatz. Technisch besonders relevant war für B-Energy die feste IP-Adresse: Sie gibt Servern und Firewall-Verbindungen einen dauerhaft erreichbaren Endpunkt und ermöglicht damit die für B-Energy wichtigen Fernzugriffe.

„Die feste IP war quasi der Dreh- und Angelpunkt von allem“, heißt es im Interview.

Der wirtschaftliche Effekt zeigt sich im Alltag: Der Kunde meldet sich, das Team kann auf die Anlage zugreifen, die Analyse beginnt ohne zusätzliche Fahrt. Arbeitszeit wird dort eingesetzt, wo sie Wert schafft.

Vom 0Mbts zur produktiven leistungsstarken Verbindung
Der Einzug am neuen Standort erfolgte kurzfristig – die passende Internetanbindung musste deshalb ebenso schnell folgen. Für B-Energy war das besonders wichtig, denn Serverzugriffe, Telefonie und sichere Verbindungen zu Kundenanlagen sind feste Bestandteile des täglichen Betriebs.

Kurze Wege, schnelle Anbindung
Nach dem Vertragsabschluss lag der zunächst vorgesehene Anschlusstermin laut Interview mehrere Wochen in der Zukunft. Über den direkten Kontakt zu unserem Leiter des Geschäftskundenvertriebs, Niki Gehlen wurde die Umsetzung anschließend beschleunigt: Innerhalb von sieben Tagen konnte ein Technikertermin organisiert, und die anbindung umgesetzt werden. Auch die abschließende Konfiguration erfolgte gemeinsam mit dem technischen Support Team von Stiegeler. Rund zehn Tage nach der Abstimmung war der Standort in Donaueschingen angebunden.

Wachsen, ohne schwerfällig zu werden
B-Energy will wachsen – allerdings nicht um jeden Preis. Zwei weitere Mitarbeitende seien konkret in Aussicht, sagt Bühler im Interview. Danach solle das Unternehmen zunächst bewusst überschaubar bleiben. Einen „Wasserkopf“ wolle man vermeiden.

Interessanter als reine Größe ist für das Team die Frage, welche Aufgaben künftig online lösbar werden. B-Energy sieht insbesondere in der Verbindung von Gebäudeautomation, IT und Cybersecurity Potenzial. Auch KI-basierte Regelstrategien könnten langfristig eine Rolle spielen: Systeme könnten beispielsweise Nutzungsprofile berücksichtigen und Heizungs- oder Lüftungsanlagen stärker nach dem tatsächlichen Bedarf eines Gebäudes steuern. Das Unternehmen möchte dabei weiterhin komplexe Einzelprojekte statt standardisierter Massenlösungen bearbeiten.

Das Unternehmen möchte dabei weiterhin komplexe Einzelprojekte statt standardisierter Massenlösungen bearbeiten
Vielleicht liegt genau darin die bemerkenswerteste Parallele zwischen Unternehmensorganisation und digitaler Infrastruktur: Beides soll nicht möglichst groß sein. Es muss zuverlässig funktionieren. Für B-Energy kann ein kleines Team dadurch Leistungen erbringen, für die andernorts deutlich größere Strukturen notwendig sind.

Und Glasfaser wird von einem Produkt mit hoher Bandbreite zu etwas wesentlich Interessanterem: zu einem Werkzeug, mit dem ein kleines Unternehmen seine Geschwindigkeit auch wirtschaftlich ausspielen kann.

IM GESPRÄCH

„Wir wollen wachsen, aber schlank bleiben“ Geschäftsführer Nico Bühler spricht darüber, wie B-Energy mit einem kleinen Team gegen etablierte Anbieter antritt, welche Rolle digitale Prozesse dabei spielen und wohin sich das Unternehmen entwickeln soll.

Redaktion: Herr Bühler, was unterscheidet B-Energy von größeren Wettbewerbern?
NICO BÜHLER: Wir sind ein kleines, agiles Team mit sehr kurzen Wegen. Wenn eine technische Frage auftaucht, sitzt der zuständige Planer oft direkt nebenan. Große Abstimmungsschleifen wollen wir bewusst vermeiden. Wir als so kleines Unternehmen müssen mit Bigplayern konkurrieren und da sind wir einfach durch Effizienz extrem konkurrenzfähig.

Redaktion: Welche Rolle spielt Digitalisierung dabei?
NICO BÜHLER: Wir haben eigentlich keinen Prozess mehr, der nicht digital ist. Rechnungen, Verträge und Schaltpläne werden digital verarbeitet. Viele Kundenanlagen betreuen wir zudem aus der Ferne. Über gesicherte VPN-Verbindungen können wir direkt auf die Gebäudeleittechnik zugreifen und bei Störungen schnell reagieren.

Redaktion: Warum ist dafür die Internetanbindung so wichtig?
NICO BÜHLER: Für uns zählt vor allem die Stabilität. Serverzugriffe und Fernwartung müssen zuverlässig funktionieren. Am Standort Donaueschingen nutzen wir deshalb FiberPLUS von Stiegeler. Entscheidend ist die feste IP-Adresse: Die feste IP war quasi der Dreh- und Angelpunkt von allem. Sie ermöglicht dauerhaft erreichbare Server- und Firewall-Verbindungen und damit sichere Fernzugriffe.

Redaktion: Was bedeutet das für Ihre Kunden?
NICO BÜHLER: Wenn ein Kunde anruft, können wir uns direkt auf die Anlage aufschalten und mit der Analyse beginnen. Das spart Anfahrten und wertvolle Arbeitszeit. Gerade für ein kleines Team wird eine zuverlässige Verbindung damit zum Faktor für Reaktionsgeschwindigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

Redaktion: Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit Stiegeler erlebt?
NICO BÜHLER: Beim kurzfristigen Bezug des Standorts musste auch die Internetanbindung schnell verfügbar sein. Nach direkter Abstimmung organisierte Stiegeler innerhalb von sieben Tagen einen Technikertermin; rund zehn Tage später waren wir angebunden. In drei Worten? Zuverlässig, kompetent und agil.

Redaktion: Wie geht es mit B-Energy weiter?
NICO BÜHLER: Wir wollen wachsen, aber bewusst schlank bleiben. Der Fokus liegt weiterhin auf komplexen Nischenprojekten, Spezialisierung und Effizienz.